Hausbooturlaub mit Kindern: Vorbereitungen

Wer hat Lust einmal ins Hausboot einzusteigen? Seit vielen Jahren machen wir mit unserer Familie Urlaub auf dem Hausboot. Unser Reiseziel sind meistens die Kanäle Frankreich. Wenn Sie dabei sind, Pläne für Ihren Familien-Hausbooturlaub zu schmieden, dann können wir Sie gerne dabei unterstützen. Alle Tipps sind eigens „Hausbootgeprüft“ und absolut familientauglich.

Was gehört ins Gepäck? Regenwetter oder Sonnenschein!

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Im Prinzip müssen Sie für einen Urlaub mit dem Hausboot nicht mehr packen als für einen Campingurlaub. Eher weniger. Es gibt kaum Gelegenheiten, Modenschauen zu besuchen. Vielleicht eine gute Hose oder einen Rock für einen Ausflug ins Restaurant, das reicht aber schon.

Wichtig ist es auf jeden Fall, gute Regenkleidung dabei zu haben Falls Sie diese nicht brauchen sollten, umso besser, aber Sie sind auf alle Fälle schon einmal für den „schlimmsten Fall“ gewappnet. Aber keine Bange, ein bisschen Regen auf dem Hausboot ist kein Drama, schade nur, wenn es wirklich zum Dauerregen wird. Für diesen Fall sollte doch das ein oder andere Gesellschaftsspiel ins Gepäck. Bei schönem Wetter werden Sie diese kaum brauchen.

Bitte nicht übers Hausboot-Deck schlittern!

In der Schleuse

© Sabine Gruler – In der Schleuse

Sie sollten möglichst rutschfeste Schuhe einpacken. Schuhe, in die man schnell rein- oder rausschlüpfen kann, falls der Fahrer oder die Fahrerin Hilfe brauchten Turnschuhe sind prima oder einfach gute feste Straßenschuhe einpacken, in denen man Halt findet. Auf dem Deck ist es am Morgen oft feucht, deshalb besteht hier immer auch Rutschgefahr, die man mit gutem Schuhwerk minimiert. Auch in den Schleusen kann ein guter Stand auf dem Schiffsboden nicht schaden.

Ausstattung der Boote

Die Hausboote sind meist sehr gut ausgestattet, nur falls Sie Sonderwünsche haben, müssten Sie bestimmte Küchengegenstände mitbringen. Wir haben immer noch ein gutes Schneidemesser im Gepäck und eine Espressomaschine. Normale Kaffemachinen befinden sich an Bord. Spülbürste und Topflappen, Handtücher und Reinigungsmittel gehören auch in den Koffer. Alle Reinigungsmittel – ob für die Küche oder fürs Bad – sollten biologisch abbaubar sein. Das sind Hausbootfahrer den Kanälen schuldig. Zur Not haben die Basisstationen hier auch noch eine Grundausstattung und auch in Frankreich oder Italien kümmert man sich mittlerweile sehr viel mehr um den Umweltschutz.

Eine gute Nachricht, auf den Kanälen Burgunds gibt es kaum Mücken. Vor allem nicht auf dem Wasser, von daher erübrigt sich der Mückenschutz auf dem Boot zumindest. Sind Sie außerhalb des Bootes unterwegs, zur Sicherheit doch etwas einpacken.

Studieren Sie das Kartenmaterial gut, bevor Sie ablegen. Vor allem die Ruhetage der Restaurants. Falls Sie einen Restaurantbesuch planen, überlegen Sie genau, wann Sie anlegen. Auch hinsichtlich der Einkaufsmöglichkeiten erhalten Sie anhand der Karten gute Informationen.

Einkäufe vor Ort erledigen

Grundnahrungsmittel können Sie selbstverständlich Zuhause einkaufen. Frische Lebensmittel sollten vor Ort gekauft werden. Manche kleinen Dörfer haben auch einen Markttag, vielleicht auch diesen mit einplanen, hier kann man dann prima frische Produkte aus der Region einkaufen. Auch hier am besten die Seemannskarten studieren, wo befindet sich ein Metzger, wo ein Bäcker?

Basisstation mit mehreren Hausbooten

© Sabine Gruler – Basisstation mit mehreren Hausbooten

Die meisten Basisstationen haben Supermärkte in der Nähe. Am besten ist wirklich, dass man sich theoretisch für eine Woche versorgen kann. Es hängt natürlich immer ein bisschen von der Region ab, in der man unterwegs ist, aber es kann einfach gut passieren, dass der Bäcker geschlossen hat. Deshalb auf jeden Fall etwas Haltbares in den Einkaufkorb. Die Küchen der Hausboote sind meist gut ausgestattet, so dass man hier auch einen Backofen vorfindet und mehrere gasbetriebene Kochplatten. So lässt sich problemlos auch Brot aufbacken. Wichtig ist vor allem auch ausreichend Wasservorräte einzuplanen. Stauraum gibt es genügend.

Was ist mit dem Fahrrad?

Die meisten Hausbootverleiher verleihen auch Fahrräder. Wollen Sie einfach mal nur  schnell zum Bäcker fahren, dann reicht ein solches Fahrrad auch aus. Für richtige Fahrradtouren sind die eigenen Räder meist besser. Die müssen dann aber mit dem Auto oder mit der Bahn – je nachdem, wie Sie anreisen, transportiert werden. Es lohnt sich aber. Manch schöner Ort abseits des Kanals ist nur per Fahrrad erreichbar. Falls Sie solche Touren nicht planen, dann reicht es völlig aus, ein bis zwei Leihräder mit auf das Boot zu nehmen. Diese kosten dann allerdings meist auch einen Aufpreis.

Kleingeld als Trinkgeld

Da viele Schleusenwärter mittlerweile nicht mehr nur eine Schleuse, sondern gleich mehrere betreuuen, enpfiehlt es sich auf jeden Fall, ein kleines Trinkgeld zu geben. Dafür sollten dann ?-Stücke schon parat liegen, die lästige Sucherei entfällt und es kann durchaus sein, dass Sie ein bis zwei Tage gar kein Geld wechseln können. Bei Ihrer Planung sollten Sie auf jeden Fall bedenken, dass in Frankreich eine Mittagspause eingelegt wird. Ab 12:00 Uhr geht erst einmal nichts mehr. Bis dahin sollten Sie einen netten kleinen Anlegeplatz gefunden haben.