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Grube Samson in St. Andreasberg

Niedersachsen

Grube Samson St. Andreasberg: Die Führung im Bergbaumuseum Grube Samson in St. Andreasberg beginnt im Gaipel, also dem Schachtgebäude. Die letzte voll funktionsfähige Fahrkunst ist auf dem Rundgang ebenso zu sehen wie die beiden riesigen Kehr- und Kunsträder. Wie der Erzabbau funktionierte, wird anhand mehrerer Modelle genau erklärt. [ab 5 Jahren]

Etwa 60 Minuten dauert die Führung durch die Grube Samson in St. Andreasberg.

Der Bergbau und seine Techniken aus dem 18. und 19. Jahrhundert stehen im Bergwerksmuseum Grube Samson in St. Andreasberg im Vordergrund. Schon ab 1487 wurde hier Erz abgebaut, wobei ein spezielles Grabensystem Wasser zuführte und so die Kehr- und Kunsträder zum Laufen brachte. 1777 fuhr schon Goethe hier ein und so begeben sich die großen und kleinen Besucher auf die Spuren des großen Dichters.

Im Gaipel, in dem seit 2001 auch das einzigartige Harzer-Roller-Kanarienvogelmuseum untergebracht ist, geht es los. Die Fahrkunst ist hier genauso zu sehen wie die Erztonne über dem tiefen Schacht oder die Beschädigtentonne, mit der verletzte Bergleute geborgen werden konnten.

Modelle zeigen anschaulich, wie die Fahrkunst funktionierte und wie die Bergleute hier flink von einem Brett aufs nächste steigen mussten. Seit 1837 war das Einfahren dadurch wesentlich kürzer geworden – dank der Erfindung des Andreasbergers Georg Dörell. Abgebaut wurde überwiegend Silbererz, und zwar bis 1910.

Über große Treppen geht es nun nebenan in die Tiefe. Das Kunstrad mit seinem Durchmesser von 12 m wird eindrucksvoll vorgeführt. es trieb einst die Fahrkunst an. Das Kehrrad hingegen, mit immerhin noch 9 m Durchmesser, förderte die Erztonnen nach oben. Damit die leeren Tonnen wieder herabgelassen werden konnten, waren zwei Schaufelkränze in unterschiedlichen Richtungen notwendig.

Zum Abschluss erfolgt ein Gang durch den Stollen. An der frischen Luft angelangt, kann man zum Museum zurückkehren und dort noch das Heimatmuseum besuchen oder aber gleich gegenüber dem Stollenmundloch im Nationalparkhaus mehr über den Harz erfahren.