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Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Saarland

Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte gehört zu den momentan 36 Welterbestätten, die die UNESCO in Deutschland ausgezeichnet hat. Hierbei handelt es sich um eine Hüttenanlage aus der Blütezeit der Eisenindustrie.  Ein Rundgang führt die Familien durch dieses einmalige Gelände und eröffnet faszinierende Ausblicke auf die Anlage. [ab Grundschulalter]

Bei einem Besuch der Völklinger Hütte erleben die Familien das weltweit einzige noch erhaltene Eisenwerk aus dem 19. Jahrhundert, der Blütezeit der Eisen- und der Stahlindustrie, hautnah.

Die Familien unternehmen einen Rundgang durch die Industrieanlagen, deren Größe Eltern und Kinder in Staunen versetzt. 1986 wurde die Anlage still gelegt und auch unter Denkmalschutz gestellt. Seit dem Jahr 1994 zählt sie zu den UNESCO-Kulturerbestätten.

Die Gesamtfläche der Völklinger Hütte von 600 km² wird von einem 5 km langen Wegenetz durchzogen. Auf diesem Weg begegnen die Besucher der Geschichte der Eisen- und Stahlindustrie von ihrer Entstehung im Jahr 1873 bis in unser jetziges Jahrhundert. Da der Rundgang weitgehend barrierefrei angelegt wurde, kann man ihn auch zum großen Teil mit dem Kinderwagen begehen.

100 Jahre lang wurde hier in der Völklinger Hütte Eisen verhüttet. Um aus dem Erz der Erde, Eisen zu gewinnen, mussten Feuer, Wasser und Luft erst einmal gebändigt werden. Das war keine Einfach Aufgabe für die Menschen damals. Vor allem das Erz musste erst einmal in die Form gebracht werden, in der man es weiterverarbeiten konnte.

Für Kinder ist es spannend, beim Besuch der Anlage zu erleben, unter welchen Bedingungen die Industriearbeiter im Werk gearbeitet haben. So sind die früheren Arbeitsstätten der Arbeiter zu besichtigen. Hier lebt Geschichte auf. Die Reise ist auch für jüngere Besucher attraktiv, denn die Familien begeben sich regelrecht auf eine Entdeckungsreise durch die Zeit und erkunden die Industrie-Anlage.

Wer mehr über die historische Entwicklung der Völklinger Hütte und damit der Eisenhüttenindustrie erfahren möchte, sieht sich die Multimedia-Schau an. Diese dient auch als Einstieg zu einer weiteren Besichtigung, für die man allerdings schon ein bisschen Zeit nehmen sollte.

Wer das Dach der Erzhalle der Völklinger Hütte erklommen hat, blickt weit über die Stadt Völklingen hinaus und genießt das Panorama. An der Granulieranlage gibt es sogar einen Picknickplatz, um zu verschnaufen und die ersten Erlebnisse sich setzen zu lassen. Von hier geht es hinauf zur Gichtbühne, die sich in einer Höhe von 27 Metern befindet. Hier füllten die Arbeiter  der Völklinger Hütte die Rohstoffe in die Hochhöfen ein. Wem das an Höhe noch nicht genügt, wagt sich auf die Aussichtsplattform, die einen Rundblick und ein grandioses Panorama bietet. Die Gichtbühne kann mittlerweile in ihrer ganzen Länge von 240 Metern begangen werden.

Über das Kohlegleis mit der 20 Meter langen Wendelrutsche und den Gebläsesteg gelangen die Familien in die Gebläsehalle, in der Gebläsemaschinen den Wind erzeugten, den man in die Hochöfen einbließ. Die Gebläsehalle wird mittlerweile auch für Ausstellungen, Theater- und Musikvorstellungen und viele weitere Veranstaltungen genutzt. Seit Mitte der 90er Jahren finden auf dem Gelände der Völklinger Hütte auch immer wieder Kulturveranstaltungen statt.

Viele Sonderausstellungen laden die Familien auch immer wieder zu einem Besuch der Völklinger Hütte ein. So ist die Industrieanlage nicht nur ein bedeutendes Industriedenkmal, sondern gleichzeitig zu einem wichtigen Ort der Kultur in der Region geworden.

 * lokilech wikipedia / http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de