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Friseurmuseum Magdeburg

Sachsen-Anhalt

Friseurmuseum Magdeburg: Wer weiß, dass die Friseure in früheren Zeiten nicht nur Haare geschnitten haben, ist schon einmal gut informiert. Trotzdem über die Geschichte des Friseurs, ehemals Barbiers, gibt es gewiss noch einiges mehr zu erfahren. In Magdeburg besuchen die Familien ein kleines Museum, das das ein oder andere Detail aussstellt, das mit der Geschichte des Friseurberufs zusammenhängt.  [ab Schulalter]

Im Friseurmuseum in Magdeburg dreht sich alles rund um die Geschichte der Frisur und den Beruf des Friseurs.

Friseurmuseum in Magdeburg: Friseure gibt es noch gar nicht so lange. Der Beruf entstand erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Doch auch zuvor mussten die Menschen ihre Haare irgendwie schneiden. Gut, das ließ sich ja auch Zuhause erledigen, aber wer Wert auf eine schicke Friseur legte, der wollte nicht selbst Hand anlegen. Da war dann der Friseur gefragt, der früher mal Barbier hieß oder gleichzeitig auch Perückenmacher war, denn bei vielen musste eine Perücke her, um wirklich schick auszusehen.

So zeigt das erste Friseurmuseum in Magdeburg alte Geräte, die beim Barbier zum Einsatz kamen kamen und von den Perückenmachern genutzt wurden. Wie sah die Haarmode vor vielen Jahren aus? So zauberten die damaligen Friseure so manches Kunstwerk auf die Köpfe der Frauen. und stutzten die Herren zurecht. Auch notwendig, denn zu dieser Zeit waren Bärte noch „in“ und auch die wollten gepflegt sein.

Viele Instrumente waren nötig, um die Schönen noch schöner zu machen. So sind im Friseurmuseum in Magdeburg auch viele Exponate und Hilfsmittel der Barbiere und Perückenmachern zu entdecken. Denn so leicht wie heute lockte sich das Haar nicht. So ein altes Ondoliereisen bringt schon ein paar Kilos auf die Waage. Alte Brennscheren sehen ein bisschen aus wie Folterinstrumente. Einen authentisch eingerichteten Friseursalon aus dem Jahr 1929 gibt es genauso zu entdecken wir verschiedne Haarmoden aus unterschiedlichen Epochen.

Wer sich über das Friseurhandwerk genauer informieren möchte, ist im Friseurmuseum Magdeburg ebenfalls am rechten Platz. Viele Berufschulklassen kommen auch zu einem Besuch des Museums.

Das Friseurmuseum in Magdeburg veranstaltet auch immer wieder einmal Sonderausstellungen. Die Initiatorin des Museums Barbara Psoch möchte damit auch ein Stückchen Tradition bewahren, denn in Magdeburg gab es auch die erste Friseurinnung Preußens, was wohl selbst nicht alle Magdeburger wissen. Das Beste für jedes Handwerk sind die alten Wurzeln, meint die Museumshüterin. Die Ausstellungsstücke sind Geschenke und Dauerleihgaben von vielen, die dem Beruf des Friseurs nahe stehen und diesen unterstützen möchten.

Träger des Museums ist der Haar-Verband e.V., ein gemeinnütziger Verein, der die alte Handwerkstradition des Friseurberufs lebendig erhalten möchte. Und viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer machen es möglich, den Betrieb des Museums zu gewährleisten.