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Erlebnisbergwerk Sondershausen

Thüringen

Erlebnisbergwerk Sondershausen: Im Erlebnisbergwerk Sondershausen ist schon das „Einfahren“ ein echtes Erlebnis. Mit einem Förderkorb geht es nämlich 680 Meter bergab in den Schacht. Tief unter der Erde fahren die Familien in offenen Lastwagen durch die unendlich erscheinenden Tunnel, besuchen das untertägige Museum und rutschen 52 Meter durch eine Salzrutsche. [ab 10 Jahren]

Im heutigen Erlebnisbergwerk Sondershausen wurden mehr als 100 Jahre lang Kali-Salze abgebaut, aus denen Kunstdünger hergestellt wurde.

Das Erlebnisbergwerk Sondershausen wird seinem Namen problemlos gerecht. Nachdem alle Besucher in der „Kaue“ in blaue Kittel gehüllt wurden und mit Helmen ausgestattet sind, geht es im Schacht I bergab. In dem Fahrstuhl, in dem auch die Kumpel einst an ihren Arbeitsplatz gelangten, geht es in die Tiefe. Der Korb fährt mit einer gut verträglichen Geschwindigkeit von 4 Metern pro Sekunde durch die Dunkelheit.

Unten angekommen ist das Staunen groß. Unzählige Tunnel im Salzgestein durchziehen die unterirdische Welt. Auf offenen Lastwagen wird ein Teil dieser Straßen nun befahren und natürlich gibt es auch zahlreiche Erklärungen zum Bergwerk dazu. Zum Beispiel, welche drei Salze hier zu finden sind, wie die Bewetterung, d.h. die Zufuhr von Frischluft, funktioniert oder welche Technik einst zum Einsatz kam.

Hier unten finden sogar Mountainbike-Rennen statt! Extra dafür wurde ein Rundkurs von 5,2 km Länge eingerichtet. Auf den Lastern verfolgen die Eltern und Kinder diese Strecke auf fast bequeme Weise – zumindest müssen die extremen Steigungen nicht per pedes oder per Pedale bewältigt werden.

In einem Stollen wurde ein Museum über die Bergwerkszeit im Zweiten Weltkrieg eingerichtet. Es informiert über die Rüstungsproduktion in den unterirdischen Hallen und auch über die Einlagerung von Devisen und Kunstgegenständen.

Ein weiterer Stopp erfolgt am Salzsee. Fast schon romantisch geht es hier zu bei einer Bootspartie auf dem Spreewaldkahn. Ein Wasserfall, die Nachbildung eines Schwans mit dem Modell von Sondershausen und die Statue der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, sind bei dem Rundkurs zu sehen.

Ein Erlebnis der besonderen Art ist auf jeden Fall auch die Salzrutsche. 52 Meter führt sie durchs Salzgestein, bei einem Gefälle von 42%! Wer sich die flotte Rutschpartie zutraut, bekommt ein „Arschleder“ und einen Fußschutz, mit deren Hilfe es sicher hinabgeht. Alle anderen erfreuen sich an den Jauchzern der Rutschenden…

Schließlich gehört auch eine Besichtigung des Konzertsaals und des Festsaals zur Grubenfahrt dazu. In letzterem finden 60 Personen Platz und können auf Wunsch auch bewirtet werden. Glücklich wieder oben angekommen, freuen sich alle auf das Tageslicht und die frische Luft. Übrigens: Aufgrund der Tiefe ist es im Erlebnisbergwerk rund 23 Grad warm – dicke Jacken sind also überflüssig.