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Das Schloss in Heidelberg

Baden-Württemberg

Schloss Heidelberg: Ein Familienausflug zum Schloss in Heidelberg, einem der bedeutendsten Kulturdenkmäler in Deutschland, lohnt sich für Eltern und Kinder immer. Nicht nur die bauliche Präsenz des Schlosses, sondern auch die vielen romantischen Geschichten, die sich um das Heidelberger Schloss ranken, faszinieren nicht nur die Kinder. [ab Kindergartenalter]

Ein Familienausflug zum Heidelberger Schloss beinhaltet einen kleinen Aufstieg. Die mittelalterliche Atmosphäre und der grandiose Ausblick sind es durchaus wert.

Mehrere Wege führen zum Schloss in Heidelberg, bequem ist es natürlich mit der Bergbahn. Der einfachste Weg führt direkt aus dem Zentrum der Altstadt auf Schusters Rappen. Bei Regen wird es hier allerdings ganz schön rutschig. Anstelle des Burgweges wählen Eltern und Kinder so die ca. 300 Stufen der historischen Route. Eltern mit kleinen Kindern sollten den ersten Weg wählen, mit größeren Kindern wird der recht steile Aufstieg
chon zum Erlebnis und lohnt sich auch wegen der schönen Ausblicke.

Die Familien betreten das Schloss in Heidelberg auf diesem Weg durch den Englischen Garten des Schlossgartens, wobei das Elisabethentor besonders auffällt. Dieses hat Friedrich V. (1610-1622) für seine Gattin Elisabeth Stuart errichten lassen. Der Eintritt in den Garten kostet übrigens nicht, dort lässt sich nach Herzenlust lustwandeln oder auch bisschen herumtoben. Obwohl die Schlossruine auf eine Burg aus dem 13. Jahrhundert zurück geht, fallen vor allem die Renaissancegebäude auf.

Der Eindruck des Schlosshofes in Heidelberg mutet mittelalterlich an und wird im Wesentlichen durch Gebäude im gotischen Stil, wie Ruprechtsbau, Brunnenhalle, Bibliotheksbau, Frauenzimmerbau und den Renaissancebauten wie Ottheinrichsbau, Friedrichsbau und dem Gläsernen Saalbau geprägt.

Es besteht die Möglichkeit für Eltern und Kinder, das sog. „große Faß“ zu besichtigen. Um dieses kreist die Legende vom trinkfesten Zwerg Perkeo. Der trinkfeste Südtiroler Perkeo war Hofnarr und Fasswächter unter Kurfürst Karl Philipp (1716-1742). Die Legende erzählt, dass er starb, nachdem er statt Wein ein Glas Wasser getrunken hatte.

Das Schloss in Heidelberg gehört zu den bedeutendsten deutschen Kulturdenkmälern. Vom 13. bis 18. Jahrhundert erlebte es als Residenz der Kurfürsten von der Pfalz eine glanzvolle und wechselvolle Geschichte. Auf Aufbauphasen folgten zahlreiche Zerstörungen. Die künstlerisch bedeutendsten Bauten des Schlosses stammen aus der Renaissancezeit.

Seit dem 19. Jahrhundert ist Heidelberg für seine romantisch anmutende Schlossruine weltberühmt, deshalb besuchen auch Touristen aus dem In- und Ausland gerne das Schloss, um das sich so viele abenteuerliche Geschichten ranken. Der ganze Komplex bildet kein einheitliches Gebilde, sondern eine Ansammlung aus verschiedenen Ruinen im Stil der Gotik und Renaissance.

Auch wenn der Eintritt zum Innenhof im Schloss in Heidelberg nicht unentgeldlich ist, empfiehlt es sich, diese Möglichkeit wahrzunehmen. Dort entdecken Eltern und Kinder auch die schönsten Fassaden, die man von außen nur erahnen kann. Diese Hausfassaden üben ihren eigenen Reiz aus und wer Lust hat, macht noch eine Führung mit. Trotz der Zerstörung erweckt die Anlage einen recht authentischen Eindruck. Die Familien sollten sich allerdings darauf einstellen, dass eine große Anzahl von Touristen die Burgruine besichtigen.

Für Schulklassen werden ganz spezielle Führungen durch das Heidelberger Schloss angeboten.