Zurück

Die Nikolaikirche in Hamburg: Mahnmal mit Fahrstuhl

Hamburg

Der dunkle Turm der St. Nikolaikirche in Hamburg ist weithin sichtbar. Einst gehörte sie zu den höchsten Kirchen der Welt, heute ist sie ein Mahnmal, denn im Zweiten Weltkrieg wurde sie zu einem großen Teil zerstört. Mit dem gläsernen Panoramaaufzug gelangen Eltern und Kinder zur 75 Meter hoch gelegenen Aussichtsplattform. [ab Schulalter ]

Im Laufe der Zeit wurde die Nikolaikirche in Hamburg mehrmals zerstört, beim letzten Mal – im Zweiten Weltkrieg – jedoch nicht wieder aufgebaut.

Heute ist die Hamburger Nikolaikirche ein Mahnmal mit Dokumentationzentrum und Panoramalift. Bei den schweren Luftangriffen 1943 waren das Dach des Kirchenschiffes, die Orgel und die Holzeinrichtung zerstört worden. Die Ruine verfiel immer mehr und in den 1950er Jahren wurde wegen Baufälligkeit der Rest des Kirchenschiffes gesprengt.

Somit ist heute der hohe Turm eines der wesentlichen Merkmale der Nikolaikirche. Weithin sichtbar ragt er 147 Meter in die Höhe und ist somit noch immer Deutschlands dritthöchster Kirchturm. In Hamburg ist er nach dem Fernsehturm der zweithöchste Turm der Stadt.

Seit dem Jahre 2005 fährt ein gläserner Aufzug im Kirchturm von St. Nikolai in die Höhe. Von der Plattform in 75 Metern bietet sich ein herrlicher Ausblick auf Hamburgs City und die nah gelegene Speicherstadt.

Das Mahnmal St. Nikolai ist auch eine Herberge für Kunst. So befindet sich hier eine Kopie von Oskar Kokoschkas „Ecce homines“. In Schwarz-Weiß wurde hier ausgefertigt, was in der neuen St. Nikolaikirche in Harvestehude als farbiges Mosaik zu sehen ist. Im ehemaligen Schiff beeindrucken Edith Breckwoldts Großskulpturen in ihrer ganzen Eindringlichkeit. „Friedensgebet“, „Friedensengel“ und „Prüfung“ heißen die drei Plastiken der Hamburger Künstlerin.

Das neue Museum des Mahnmals eröffnete im September 2013. Die neue Dauerausstellung ist in vier themenbezogene Bereiche gegliedert: Der erste Ausstellungsraum skizziert die bewegte Geschichte der ehemaligen Hauptkirche St. Nikolai und zeichnet den Weg zum heutigen Mahnmal St. Nikolai nach. Der zweite Raum konzentriert sich auf Hamburg vor der „Operation Gomorrha“ 1933 bis 1943. Der dritte Raum rückt die „Operation Gomorrha“ und deren Folgen in den Mittelpunkt. Der vierte Raum beschäftigt sich mit den Erinnerungen an die Kriegsgeschehnisse, so u.a. deren literarischer Verarbeitung von 1943 bis heute.