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Kaiserpfalz Goslar

Niedersachsen

Kaiserpfalz Goslar: Heinrich III. liebte Goslar und seine Kaiserpfalz. Immerhin 22 Mal residierte er hier und sein Herz wurde in der Ulrichskapelle begraben. Auch Kinder beeindruckt der große Sommersaal mit seinen großen Ausmalungen, wo sogar Dornröschen, Kaiser Barbarossa und ein in alle Richtungen blickendes Pferd zu sehen sind. [ab 5 Jahren]

Die Goslarer Kaiserpfalz ist der größte weltliche romanische Bau in Deutschland.

Wie es einst im Heiligen Römischen Reich zuging und was eigentlich Wanderkaiser waren, ist in der Kaiserpfalz Goslar direkt am historischen Ort zu erfahren. Vor allem die Salierkaiser residierten gerne in der Stadt am Harz. Heinrich III. ließ das Gebäude um 1045 errichten. Schon unter dem Ottonen Heinrich II. gab es an dieser Stelle einen Vorgängerbau.

Heinrich III. aber liebte Goslar und so kam es zu dem Neubau.  Die Kapelle, Wirtschaftsgebäude und der Dom, der 1819 aus Gründen der Baufälligkeit abgerissen wurde, gehörten zu dem Komplex. Es gab einen Sommersaal und einen beheizbaren Wintersaal darunter.

Heute präsentiert sich das 54 m lange Gebäude so, wie es im 19. Jahrhundert restauriert wurde. Zwischnzeitlich nämlich war es verfallen und diente als Getreidespeicher und sogar als Gefängnis. Den Sommersaal malte Hermann Wislicenus mit zahlreichen Szenen aus. 67 Bilder stellen die Gründung des neuen Kaiserreichs unter Wilhelm I. und die Verbindung zum mittelalterlichen Kaisertum im Heiligen Römischen Reich in Beziehung.

Im darunter liegenden Wintersaal gibt eine Ausstellung Auskunft über das Wanderkaisertum. Hier sind auch der bronzene Kaiserthron oder der geheimnisvolle Greif, zu sehen, der einst den Giebel zierte und über die Kaiserpfalz wachte. Eine Computeranimation zeigt, wie imposant der Dom nebenan einst ausgesehen hat.

Stündlich finden Führungen durch den Sommersaal statt. In der Kaiserpfalz kann sogar der Kindergeburtstag gefeiert werden.