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Dom und Domschatz in Halberstadt

Sachsen-Anhalt

Dom und Domschatz in Halberstadt: Der Dom in Halberstadt beeindruckt mit seinen Maßen von 100 m Länge und 27 m Höhe auch Kinder. Versorgt man sie mit kindgerechten Informationen, wird dann auch die Besichtigung zum Erfolg. Der Domschatz, der in der umgebauten Domklausur gezeigt wird, ist nicht nur sehr wertvoll, sondern enthält auch spannende Stücke! [ab 5 Jahren]

Beeindruckend für Groß und Klein ist der Besuch im Halberstädter Dom.

Ein Besuch im Dom von Halberstadt macht mit der richtigen Vorbereitung auch Kindern Spaß – zumal ein echter Schatz dort wartet. Gut zu wissen ist, dass der Bau dieser großen Kirche stolze 250 Jahre dauerte. Von 1238 bis 1486 haben wohl unzählige Arbeiter sich an dem Bau beteiligt.

Die spitzen Bögen zeigen, dass das Gebäude dem gotischen Stil angehört. Im Inneren lassen Länge und Höhe den Atem anhalten. Wie wäre es mit einem kleinen Quiz? Welche Tiere tragen den Taufstein? Es sind vier Löwen. Wozu diente wohl der Lettner, der das Langschiff unterteilt? Er trennte das gemeine Volk vom Chor, außerdem konnten von ihm Lesungen gehalten werden.

Was ist das für ein Käfig hinten im Chorumlauf? Ein Büchergitter – so konnte das Buch darin nicht gestohlen werden, denn Bücher waren einst sehr kostbar, aber man konnte es lesen und umblättern. Warum hat die Kanzel einen Deckel? Das ist ein Schalldeckel, der die Stimme des Pfarrers verstärkte, damit sie auch überall zu hören war – Mikrofone gab es ja noch nicht. Am Kanzelkorb sieht man die vier Evangelisten – welche Symbole haben sie? Matthäus einen Engel, Markus einen Löwen, Lukas einen Stier und Johannes einen Adler.

Nun aber zum Domschatz! Er befindet sich gleich nebenan, kostet jedoch im Gegensatz zur Kirche Eintritt. Wer mag, kann an einer Führung teilnehmen. Der Domschatz ist mit rund 650 Stücken einer der wertvollsten und reichhaltigsten in Deutschland. Dazu gehören neben einem Wärmapfel, einer Weihbrotschale, einem Diptychon (Schreibtafel, aus dem Jahr 414!), Teppiche und liturgische Gewänder vor allem einige Reliquien.

Diese Reliquien  – Teile von Heiligen wie Knochen oder Gegenstände, die sie berührt haben – wurden im Mittelalter sehr verehrt. Extra für sie wurden kostbare Aufbewahrungen geschaffen, die Reliquiare. Zum Halberstädter Domschatz gehört zum Beispiel ein Armreliquiar (also in Form eines Arms), das einen Finger vom heiligen Nikolaus enthalten soll.