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TheaterFigurenMuseum Lübeck

Schleswig-Holstein

Theaterfigurenmuseum Lübeck: Eine einzigartige Sammlung hat Fritz Fey im TheaterFigurenMuseum in Lübeck zusammengetragen. Marionetten, Schattenfiguren, Plakate, Requisiten und vieles mehr aus Europa, Asien und Afrika haben in mehreren miteinander verbundenen alten Kaufmannshäusern im Kolk eine neue Heimat gefunden. [ab 5 Jahren]

Das Lübecker Theaterfigurenmuseum präsentiert im Herzen der Hansestadt Theaterspielpuppen aus drei Jahrhunderten und von drei Kontinenten.

Die etwa 1000 Exponate im Theaterfigurenmuseum Lübeck sind nur ein kleiner Teil des gesamten Fundus. So werden immer wieder Ausstellungsstücke ausgetauscht, um möglichst viel aus der Sammlung zeigen zu können.

Handpuppen, Marionetten, Schatten-, Stab- oder Bauchrednerfiguren umfasst die Kollektion von Fritz Fey, die er in Jahrzehnten in aller Welt zusammengetragen hat. Die Besucher tauchen in eine faszinierende Welt ein und erkennen schnell die charakteristischen Eigenheiten der Figuren aus Europa, Asien oder Afrika.

Wunderschön sind beispielsweise die Sita-Marionette aus Indien oder die chinesische Stabfigur aus der Oper „Die weiße Schlange“. Mit den Schattenspielfiguren Wayang werden in Indonesien traditionelle Puppenspiele veranstaltet.

Ganz anders, aber nicht minder interessant, sehen die afrikanischen Figuren aus. Die Stabpuppen der Bambara kombinieren gerne Mensch und Tier in einer Figur. Es gibt auch Helm-Marionetten aus Nigeria oder Marionetten aus Tunesien. Aus Europa stammt der „Moto-Rafael“, der nach den Wünschen des Publikums einst Zeichnungen anfertigte. Der „Hunde-Clown“ trat vermutlich mit echten Vierbeinern auf.

So gibt es an allen Ecken viel zu entdecken im Museum. Neben Figuren ist alles zu sehen, was das Puppenspiel betrifft: Handzettel, Plakate, Kulissen, Requisiten, Eintrittskarten und sogar komplette Bühnen. Wer da Lust bekommt, sich auch ein Puppenspiel anzuschauen, sollte sich aus dem Spielplan des Lübecker Figurentheaters ein Stück heraussuchen – es ist in der gleichen Straße beheimatet wie das Museum.

Doch vorher lässt sich noch der Videofilm „Puppenspiel in aller Welt“ anschauen und im Museumscafé eine Pause einlegen. Jugendliche und Erwachsene haben auch die Möglichkeit, an einem Museumsquiz teilzunehmen.

Führungen für Kinder sind ebenfalls buchbar. Dann geht es um Fragen wie: Wie heißt der Kasper in der Türkei? Wo versteckt sich das siebte Geißlein? Und warum haben chinesische Puppentheater Füße?