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Industrie- und Filmmuseum in Wolfen

Sachsen-Anhalt

Industrie- und Filmmuseum in Wolfen: Die Region um Bitterfeld war viele Jahre das wichtigste Industriezentrum der Region und weit darüber hinaus. Dieses Kapitel, das die Gegend über 2 Jahrhunderte wesentlich mitprägte, ist Teil einer Dauerausstellung im Industrie- und Filmmuseum in Wolfen. Ja und die Geschichte des Rohfilms ist von hier auch nicht wegzudenken. [ab Schulalter]

Im Industrie- und Filmmuseum in Wolfen informieren Dauer- und Sonderausstellungen die Familien über die Entwicklung der Region vom 19. Jahrhundert bis heute.

Eine lebendige Vermittlung des komplizierten Prozesses der Filmherstellung haben sich die Mitarbeiter des Industrie- und Filmmuseums zum Leitgedanken gemacht. Keine ganz einfache Aufgabe, denn Filmentwicklung ist vor den Zeiten der Digitalfotografie ein recht komplizierter und langwieriger Prozess gewesen.

Die Familien können sich auf eine spannende Entdeckungsreise durch die Welt der Rohfilmherstellung begeben. Für Schulklassen gibt es im Industrie- und Filmmuseum Wolfen auch Mitmachaktionen zum Thema Kamera und Fotographie.

In dem heutigen Museumsgebäude wurde Fotografie- und Filmgeschichte geschrieben. Die Familien stoßen auf bekannte Namen wie die „Aktiengesellschaft für Anilinfabrikation“ (kurz und knapp AGFA), die hier den noch teilweise erhalten Gebäudekomplex im Jahre 1909 errichtete. In der Filmfabrik Wolfen wurden über viele Jahre hinweg Fotofilme, Röntgenfilme, Schmalfilme bis zu Fliegerfilmen produziert.

Ein Teil der Ausstellung informiert mittels Texten, Abbildungen und einer Multimediapräsentation über das Kapitel der Industriegeschichte in der Region. Das ursprünglich doch durch die Landwirtschafte geprägte  Gebiet hat sich 1800 bis ins 21. Jahrhunderte zur größten Industrieregion Mitteldeutschlands entwickelt.

Edelsteine, Düngemittel, Ziegel, PVC, Kunstseide, Zucker, Rohfilme, Leichtmetalle, PeCe, Wasserstoff, Marmelade, Farbgrundstoffe … All dies sind Produkte, die einst in der Region Bitterfeld-Wolfen hergestellt wurden.

Doch auch die vielen verschiedenen negativen Begleiterscheinungen dieses Prozesses werden im Industrie- und Filmmuseum in Wolfen theamatisiert. So brachten die blühenden Industrielandschaften auch große Belastungen für Mensch und Umwelt mit sich. Nicht umsonst wurde die Region um Bitterfeld oft als „schmutziger Hinterhof Berlins“ apostrophiert. Auch der Umbruch in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts und Perspektiven für die Region in der Zukunft sind ein Thema, wobei vor allem auch die Naherholung eine große Rolle spielen soll.

Das Industrie- und Filmmuseum in Wolfen ist übrigens eine Einrichtung des Landkreises Anhalt-Bitterfeld.