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Hoch oben bei Wind und Wetter: Auf dem Brocken im Harz

Sachsen-Anhalt

Der Brocken im Harz: Einmal auf den Brocken im Harz! Das ist der Wunsch so manches Kindes. Immerhin ist der 1141 m hohe Berg der höchste in Norddeutschland. Noch dazu erwartet die Bergsteiger hier ein alpines Klima. Aber was kann man da oben machen? FamilienkulTour hat sich für Sie umgesehen. [ab Kleinkindalter]

Mitten im Nationalpark Harz liegt der Brocken – der höchste Berg Norddeutschlands.

Der Brocken hat einfach eine ganz besondere Anziehungskraft. Und eigentlich ist oben auch immer was los, (fast) egal, wie das Wetter gerade ist. Die Menschen kommen per Schmalspurbahn in Scharen hochgefahren und Mountainbiker visieren ihn als Ziel an.

Dazu kommen noch die Wanderer, die von Schierke, Ilsenburg, Bad Harzburg oder auf dem berühmten Goetheweg von Torfhaus bergan marschieren. Letzterer ist übrigens mit einer Länge von 8 km und nicht allzu steilen Anstiegen (bis auf einen ) durchaus auch von Kindern zu bewältigen. Allerdings sollte zur Probe eventuell erst einmal eine kürzere Strecke gewandert worden sein, wenn die Kleinen nicht schon professionelle Wanderer sind.

Oben angekommen haben die Familien eine ganze Reihe von Möglichkeiten: Im Brockenhaus gibt es ein Museum, der Brockengarten kann besichtigt werden, man kann einmal um die Kuppe wandern (auch mit Führung), die Brockenuhr sollte nicht verpasst werden und man kann sich natürlich auch zu einer Pause niederlassen.

Das Brockenhaus

Das Brockenhaus informiert über die Geschichte des Brockens, erzählt von der besonderen Flora und Fauna hier oben und welche Legenden sich um ihn ranken. Kinder nehmen gerne auf dem Hexenbesen Platz, schauen durch die „Guck-Löcher“ und ziehen Schubladen mit verborgenem Inhalt auf. An der alten Abhöranlage in der Kuppel vorbei geht es aufs Dach des Hauses, schöne Aussicht inklusive (wenn nicht eh gerade Nebel herrscht). Das Brockenhaus ist täglich von 9.30 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 6 €, Kinder zahlen 3 €, Familien 13 € .

Rundweg um die Kuppe

Ein 2 km langer Rndweg führt einmal um die Kuppeherum. Dabei erklären 11 Tafeln besonders markante Punkte, z.B. die Felsen Teufelskanzel und Hexenaltar. Eine Führung auf dem Rundweg findet von Mai bis Oktober täglich um 11 und 13 Uhr, von November bis April täglich um 12 Uhr. Treffpunkt ist an der Wetterwarte.

Der Brockengarten

Etwas ganz Besonderes ist der Brockengarten, denn in ihm wachsen 1600 alpine Pflanzen, darunter die nur hier vorkommende Brockenanemone. Schon 1890 wurde er angelegt, weil man herausfinden wollte, was denn eigentlich hier oben wächst. Der Brockengarten ist nur mit einer Führung zu besichtigen, und zwar von Mitte Mai bis Mitte Oktober, montags bis freitags um 11.30 und um 14 Uhr, an den Wochenenden nur in Kombination mit der Führung auf dem Rundweg (Zeiten s.o.).

Die Brockenuhr

Der Brocken ist 1141 m hoch – und nicht 1142 m, wie man lange glaubte. Damit auch die alte Höhe zu Ehre kommt, hat man Steine hierher verfrachtet und an ihnen die 1142 m markiert. Hier befindet sich heute ein beliebter Platz auf dem Brocken, an dem jeder ein Foto schießen will. Kinder turnen gerne auf den Steinen herum. Rundherum wurden Platten in den Boden gelassen, die in alle Himmelsrichtungen Orte markieren.

Essen und Trinken

Nach einem langen Marsch hat der Wanderer Hunger und Durst. Wer nichts eingepackt  hat (oder zu wenig), hat reichlich Auswahl an Imbissen und Restaurants. Bei Sonnenschein lässt sich wunderbar draußen sitzen. Ist das Wetter nicht so optimal, geht es in den „Touristensaal“ oder ins Restaurant Hexenklause. Übrigens: Bei Schnee ist ein Wanderung zum Brocken besonders reizvoll!