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Paternosterfahrt in Hamburg

Hamburg

Ein ganz besonderes Erlebnis für Kinder und Eltern ist die Fahrt mit einem Paternoster. In Hamburg sind noch viele dieser alten Aufzüge in Betrieb und auch öffentlich zugänglich. Das Fahren mit einem Paternoster macht einfach Spaß. Wenn der Aufzug seinen höchsten Punkt erreicht, steigt die Spannung – kippen wir alle um, wenn wir weiterfahren? [ab 6 Jahren]

Der erste Paternoster auf dem Kontinent wurde 1885 in Hamburg eingebaut.

Noch heute sind rund 30 Paternoster in Hamburg in Betrieb, einige von ihnen sind öffentlich zugänglich. Da die Paternoster in der Regel in Bürohäusern oder städtischen Ämtern zu finden sind, richtet sich die Zugänglichkeit nach den Öffnungszeiten dieser Gebäude.

Ein Paternoster wird auch Umlaufaufzug genannt, denn die an einer Kette hängenden Kabinen drehen sich in ständigem Umlauf. In einem Schacht fahren die Kabinen nach oben, im anderen nach unten. Die Kabinen sind für 1 bis 2 Personen gedacht, Kinder dürfen nicht alleine fahren. Paternoster fahren allerdings in einer Geschwindigkeit, bei der Kinder im Schulalter das Ein- und Aussteigen gut bewältigen – und am liebsten gar nicht mehr aussteigen mögen.

Das Knarren vom Holz und den Zahnrädern gehört zum Fahren im Paternoster einfach dazu und macht das Ganze besonders spannend. Wer nach dem letzten oberen Stockwerk nicht aussteigt, fährt natürlich nicht auf dem Kopf weiter … Dies ist ein Märchen, das sich nach wie vor in den Köpfen hält.

Diese Paternoster in Hamburg sind öffentlich zugänglich:

  • Behörde für Stadtentwicklung, Stadthausbrücke 8: von 1955, 14 Kabinen, 1995 renoviert
  • Slomanhaus, Steinhöft 11/17 (Eingang Steinhöft, nicht Baumwall): von 1920, 2003 renoviert, 14 Kabinen, 6 Stockwerke
  • ZBW – Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften, Neuer Jungfernstieg 21: von 1937, 7 Stockwerke
  • Finanzbehörde, Gänsemarkt 32: von 1925 und 1926, jeweils 16 Kabinen
  • Bezirksamt Hamburg-Nord, Kümmellstraße 7 in Eppendorf: von 1953, 8 Kabinen, 4 Stockwerke
  • Bezirksamt Eimsbüttel (Grindelhochhaus), Grindelberg 62 und 66:  2 von 1953 mit jeweils 22 Kabinen, 12 Stockwerke, 2002 renoviert
  • Laeisz-Hof, Trostbrücke 1: 1950, 12 Kabinen, 5 Stockwerke
  • Rossterminal, Rossweg 20: von 1958, 7 Stockwerke
  • Ziviljustizgebäude, Sievekingsplatz: von 1966